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Hilfe zum Lebensunterhalt: Gewährung

Allgemeine Informationen

Die Leistungen sind bestimmt zur Sicherstellung der Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz, wie Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie, persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie eine angemessene Unterkunft und Heizung. Die Leistungen – mit Ausnahme für Unterkunft und Heizung – werden pauschaliert in Form von Regelsätzen erbracht. Einzelbeihilfen kommen nur unter besonderen Voraussetzungen in Betracht.

Darüber hinaus können Mehrbedarfe wegen

  • Alter und Nachweis des Merkzeichens “G",
  • volle Erwerbsminderung und Nachweis des Merkzeichens “G",
  • Schwangerschaft,
  • Alleinerziehung von Kindern,
  • kostenaufwendige Ernährung bei Krankheit und
  • Warmwasser bei dezentraler Warmwasserversorgung

anerkannt werden.

Ferner sind Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigungsfähig. Während bei der Hilfe zum Lebensunterhalt noch Vorsorgeleistungen für das Alter angerechnet werden, kommt dies bei der Grundsicherung nicht in Betracht.

Hilfe zum Lebensunterhalt steht bedürftigen Personen zu, die keinen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Arbeitslosengeld II und Sozialgeld haben (d. h. selbst erwerbsfähig i. S. des Sozialgesetzbuch – Zweites Buch (SGB II) sind oder in Bedarfsgemeinschaft mit einer erwerbsfähigen Person leben)

Sozialhilfe ist eine nachrangige Leistung, die Personen erhalten, die sich nicht selbst helfen können. Ansprüche gegen Dritte – insbesondere Unterhaltsansprüche – sind grundsätzlich vorrangig zu verfolgen. Werden sie nicht rechtzeitig erfüllt und muss deswegen die Sozialhilfe eintreten, gehen die Ansprüche unter bestimmten Voraussetzungen auf die zuständige Stelle über, welche sie dann ihrerseits geltend machen kann.

Nähere Informationen sowie eine Beratung erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.

Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten Menschen im erwerbsfähigen Alter, denen vorübergehend keine Erwerbstätigkeit möglich ist. Dies sind zum Beispiel Bezieher einer befristeten Rente wegen Erwerbsminderung und Personen, die länger als 6 Monate arbeitsunfähig erkrankt sind.

Keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben Personen im Alter von 15 bis 65 Jahren, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt umfasst den gesamten Bedarf für den notwendigen Lebensunterhalt. Dieser wird pauschal durch sogenannte Regelleistungen gewährt. Die Regelleistungen umfassen sowohl Leistungen für Ernährung und hauswirtschaftlichen Bedarf als auch Leistungen für Bekleidung, Wäsche, Schuhe, Hausrat und besondere Anlässe. Im besonderen Fall kann die Regelleistung individuell festgelegt werden.

Beihilfen für größere Anschaffungen gibt es nicht. Bei Bedarf muss ein Teil der monatlichen Regelleistung angespart werden. Ist das aus besonderen Gründen nicht möglich, kann ein Darlehen beantragt werden.

Neben der Regelleistung werden folgende Leistungen gewährt:

  • Mehrbedarfe für Gehbehinderung (Merkzeichen G oder aG im Schwerbehindertenausweis!)
  • Leistungen für Miete und Heizung
  • Erstausstattung für Wohnung und Bekleidung (einschließlich Schwangerschaftsbekleidung und Babyerstausstattung)
  • Kosten für mehrtägige Klassenfahrten

Einen Antrag auf Sozialhilfeleistungen erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung  oder direkt hier bei Ihrem Ansprechpartner der Abteilung Soziale Leistungen.

Haben Sie Probleme beim Ausfüllen? Wir helfen Ihnen gern. Rufen Sie an und lassen Sie sich einen Termin geben.

An wen muss ich mich wenden?

Einen Antrag auf Sozialhilfeleistungen erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung oder direkt hier bei Ihrem Ansprechpartner der Abteilung Soziale Leistungen.

Haben Sie Probleme bei Ausfüllen? Wir helfen Ihnen gern! Rufen Sie an und lassen Sie sich einen Termin geben!

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis
  • Belege über Ausgaben: Mietvertrag oder Hauslasten (jeweils mit Baujahr und Größe der Wohnung), Belege über Gas-/ Wasser- / Stromabrechnungen, Versicherungen (Policen und Beitragsrechnungen), wie z. B. Hausrats-, Haftpflicht-, Lebens-, Sterbeversicherungen, evtl. Beitragsrechnungen über freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung, etc.
  • Einkommensbelege, z. B. Rentenbescheid, Arbeitslosengeld II Bescheid, Wohngeldbescheid, Lohnabrechnung, etc.
  • Belege über Vermögen: Kontoauszüge der letzten drei Monate, Sparbücher, Festgeldkonten, Wertpapierkonten, Grundbuchauszug, etc.
Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Anträge / Formulare
Die notwendigen Antragsunterlagen erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.

Ansprechpartner/in beim Landkreis Harburg
Soziale Leistungen Standort anzeigen
Kreisverwaltung Gebäude A
Schloßplatz 6
21423 Winsen (Luhe)
Telefon: 04171 693-0
Telefax: 04171 693-566
E-Mail: Zum Kontaktformular

Telefonische Erreichbarkeit:
Montag bis Donnerstag 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag 08:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Termine nach Vereinbarung:
Montag bis Donnerstag 06:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Freitag 06:30 Uhr bis 14:00 Uhr

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