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Ausübung der Heilkunde Erlaubnis

Allgemeine Informationen

3. Heilpraktikererlaubnis (ohne Beschränkungen): 

3.1 Termine der Überprüfung 

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil der Überprüfung wird jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober eines jeden Jahres beim Gutachterausschuss für Heilpraktiker im Lande Niedersachsen in Hannover durchgeführt. Weitere Termine werden nicht angeboten. 

Am schriftlichen Teil der Überprüfung im März nehmen alle diejenigen Antragstellenden teil, bei denen keine Versagungsgründe vorliegen und deren Anträge bis zum 15. Dezember vorgelegt wurden. Für die Überprüfung im Oktober müssen die Anträge bis zum 15. Juli übersandt worden sein. 

3.2 Inhalte der Überprüfung 

Der schriftliche Teil der Überprüfung (60 Antwort-Wahl-Fragen / 120 Minuten) erstreckt sich auf den Ausschluss von Gefahren in folgenden Sachgebieten: 

  • Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation,
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden des Heilpraktikers,
  • Grundkenntnisse der Anatomie, pathologischen Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie,
  • Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von Krankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-Kreislauf-Krankheiten, der degenerativen Erkrankungen, der übertragbaren Krankheiten, der bösartigen Neubildungen sowie ernster seelischer Erkrankungen,
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände,
  • Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation und
  • Deutung grundlegender Laborwerte.

Der mündliche Teil der Überprüfung (45 Minuten) erstreckt sich zusätzlich zu den im schriftlichen Teil behandelten noch auf die folgenden Sachgebiete: 

  • Technik der Anamneseerhebung; Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskulation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung) und
  • Injektions- und Punktionstechniken.

4. Heilpraktikererlaubnis (- beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie): 

4.1 Mögliche Entscheidung nach Aktenlage

 Bei Antragstellerinnen und Antragstellern, die 

  1. den von einer inländischen oder als gleichgestellt anerkannten inländischen Hochschule verliehenen akademischen Grad einer Diplom-Psychologin oder eines Diplom-Psychologen führen dürfen oder über einen Bachlorabschluss und einen Masterabschluss im Fach Psychologie verfügen,
  2. glaubhaft schriftlich versichern, ausschließlich auf dem Gebiet der Psychotherapie heilkundlich tätig sein zu wollen und
  3. eine Zusatzausbildung in Psychotherapie abgeschlossen haben 

wird die Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Antragstellenden nach Aktenlage durchgeführt. Können keine Nachweise erbracht werden, ist eine Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. Diese ist auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkt.

4.2 Termine der eingeschränkten Überprüfung 

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil der Überprüfung wird jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober eines jeden Jahres beim Gutachterausschuss für Heilpraktiker im Lande Niedersachsen in Hannover durchgeführt. Die mündliche Überprüfung kann in Hannover, Braunschweig oder in Lüneburg erfolgen. 

Weitere Termine werden nicht angeboten. 

Am schriftlichen Teil der Überprüfung im März nehmen alle diejenigen Antragstellenden teil, bei denen keine Versagungsgründe vorliegen und deren Anträge bis zum 15. Dezember vorgelegt wurden. Für die Überprüfung im Oktober müssen die Anträge bis zum 15. Juli übersandt worden sein. 

4.3 Inhalte der eingeschränkten Überprüfung 

Der schriftliche Teil der Überprüfung (28 Antwort-Wahl-Fragen / 55 Minuten) erstreckt sich auf den Ausschluss von Gefahren in folgenden Sachgebieten: 

  • Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie ohne Approbation als Psychotherapeut(in),
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden bei der Ausübung einer Tätigkeit als Heilpraktiker(in) beschränkt auf Psychotherapie,
  • Kenntnisse über die Abgrenzung psychischer von somatischen Störungen, insbesondere von Volkskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Systemerkrankungen und degenerativen Erkrankungen,
  • Erkennung akuter Notfälle und lebensbedrohliche Zustände,
  • Kenntnisse von Symptomen und Erscheinungsbildern derartiger psychischer Störungen, die Gefahren für Patienten(innen) und dritte Personen darstellen, so dass deren Behandlung ausschließlich durch Psychotherapeuten(innen) mit Approbation angezeigt ist,
  • ausreichende diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf das seelische Krankheitsbild,
  • Kenntnisse in psychologischer Diagnostik, in Psychopathologie und klinischer Psychologie,
  • Grundkenntnisse der entwicklungs-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologischen Grundlagen der Psychotherapie,
  • Grundkenntnisse der Konzepte über die Entstehung, Aufrechterhaltung und den Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen verschiedener Altersgruppen,
  • Grundkenntnisse der psychosomatischen und der psychiatrischen Krankheitslehre,
  • medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse im Bereich der Psychotherapie,
  • die Fähigkeit, die Patienten entsprechend ihrer Diagnose zu behandeln. 

Der mündliche Teil der Überprüfung (45 Minuten) erstreckt sich zusätzlich zu den im schriftlichen Teil behandelten noch auf die folgenden Sachgebiete: 

  • Ätiologie, Indikation und Therapieplanung,
  • Dokumentation,
  • Evaluation und
  • Kooperation mit den anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens. 

5. Heilpraktikererlaubnis (- beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie):

5.1 Hinweise für eine Entscheidung nach Aktenlage 

Für Physiotherapeuten/-innen, die eine eingeschränkte Heilpraktikererlaubnis für den Bereich der Physiotherapie beantragen, besteht die Möglichkeit eine Entscheidung nach Aktenlage zu erwirken. Zur Überprüfung dieser Möglichkeit sind zusätzlich folgende Unterlagen vorzulegen: 

  1. Nachweis über den Besitz einer Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Physiotherapeut/- in“
  2. schriftliche Versicherung, ausschließlich auf dem Gebiet der Physiotherapie heilkundlich tätig zu sein
  3. Nachweis einer entsprechenden Nachschulung zu dem Thema „sektoraler Heilpraktiker in der Physiotherapie“
  4. physiotherapeutische und medizinisch relevante Unterlagen (Kurse, Schulungen, etc.) 

Können keine Nachweise erbracht werden, ist eine Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. Diese ist auf das Gebiet der Physiotherapie beschränkt.

5.2 Termine der eingeschränkten Überprüfung 

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil der Überprüfung wird jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober eines jeden Jahres beim Gutachterausschuss für Heilpraktiker im Lande Niedersachsen in Hannover durchgeführt. Die mündliche Überprüfung erfolgt in Hannover. 

Weitere Termine werden nicht angeboten. 

Am schriftlichen Teil der Überprüfung im März nehmen alle diejenigen Antragstellenden teil, bei denen keine Versagungsgründe vorliegen und deren Anträge bis zum 15. Dezember vorgelegt wurden. Für die Überprüfung im Oktober müssen die Anträge bis zum 15. Juli übersandt worden sein. 

5.3 Inhalte der eingeschränkten Überprüfung 

Der schriftliche Teil der Überprüfung (28 Antwort-Wahl-Fragen / 55 Minuten) erstreckt sich auf den Ausschluss von Gefahren in folgenden Sachgebieten: 

  • Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden der Heilpraktiker – beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie
  • Grundkenntnisse psychischer Krankheiten als Differentialdiagnose
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohlicher Zustände
  • Techniken der Anamneseerhebung; Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Injektion, Palpation, Perkusion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls und Blutdruckmessung)
  • Injektions- und Punktionstechniken
  • Deutung spezifischer Laborwerte
  • Kenntnisse der grundlegenden medizinischen Fachterminologie 

Wenn Sie die schriftliche Überprüfung zutreffend beantwortet haben, werden Sie zum mündlichen Teil der Prüfung eingeladen. 

Der mündliche Teil der Überprüfung erstreckt sich zusätzlich zu den im schriftlichen Teil behandelten noch auf die folgenden Sachgebiete: 

  • Ätiologie, Indikation und Therapieplanung,
  • Dokumentation,
  • Evaluation und
  • Kooperation mit den anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens.
Welche Unterlagen werden benötigt?
  1. ein formloser Antrag auf Zulassung als Heilpraktiker/in mit Angabe, in welcher Gemeinde die heilpraktische Tätigkeit ausgeübt werden soll. Die Absicht ist hinreichend zu belegen (z.B. durch Einstellungszusage, Mietvertrag,…), wenn der Wohnsitz nicht im Landkreis Harburg liegt. 
  2. ein kurzgefasster Lebenslauf, persönlich unterschrieben (tabellarische Form, bitte mit Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und Mailadresse), 
  3. die Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch der Eltern, bei Verheirateten auch die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem für die Ehe geführten Familienbuch oder bei eingetragenen Lebenspartnerschaften ein Auszug aus dem Lebenspartnerschaftsregister 
  4. ein Nachweis über die Staatsangehörigkeit des Antragstellers oder der Antragstellerin (Personalausweis, Reisepass, in Zweifelsfällen Staatsangehörigkeitszeugnis) 
  5. ein amtliches Führungszeugnis der Belegart O (Aktenzeichen: 53.2.3-512-11; Verwendungszweck: Heilpraktikerprüfung), das bei der Antragstellung nicht älter sein darf als 1 Monat, 
  6. eine formlose Erklärung darüber, ob gegen Sie ein gerichtliches oder ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren anhängig ist, 
  7. eine formlose ärztliche Bescheinigung, die bei der Antragstellung nicht älter als 1 Monat sein darf, wonach keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Sie wegen eines körperlichen Leidens oder wegen Schwäche der geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht, die für die Ausübung eines Berufes als Heilpraktiker/in erforderliche Eignung fehlt, 
  8. ein Nachweis über die Schulbildung (mindestens Hauptschulabschluss)  
  9. eine formlose Erklärung, ob und gegebenenfalls bei welcher Behörde zuvor bereits eine Erlaubnis nach dem HPG beantragt wurde, 
  10. gegebenenfalls ein Nachweis über das abgeschlossene Psychologiestudium (siehe Punkt 4.1) 
  11. gegebenenfalls ein Nachweis über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Physiotherapeut/- in“ (siehe Punkt 5.1) 

Die Unterlagen zu den Punkten 3, 4, 8, 10 und 11 müssen im Original oder in Form einer beglaubigten Kopie vorgelegt werden.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren und Auslagen nach Anlage 1 zu § 1 Absatz 1 Allgemeine Gebührenordnung des Landes Niedersachsen (AllGO) entsprechend Nr. 42.1 an.

Rechtsgrundlage

Wer die Heilkunde ausüben will - ohne Arzt zu sein – benötigt dafür die Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes (HPG). Die Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

Mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe wird derjenige bestraft, der die Heilkunde ohne Erlaubnis ausübt (§5 HPG). Ordnungswidrig handelt, wer die Heilkunde im Umherziehen ausübt. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldstrafe von bis zu 2.500,-- EUR geahndet werden.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf den Websites des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie.

Die Niederlassung und Ausübung einer Tätigkeit im Sinne des Heilpraktikergesetzes ist dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen.


Ansprechpartner/in beim Landkreis Harburg
Gesundheit Standort anzeigen
Kreisverwaltung Gebäude A
Schloßplatz 6
21423 Winsen (Luhe)
Telefon: 04171 693-0
Telefax: 04171 693-174
E-Mail: Zum Kontaktformular

Termine nur nach telefonischer Vereinbarung.

Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz (ehem. Lebensmittelzeugnis) jeden Dienstag, 08:30 Uhr bis 10:30 Uhr.

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